Fotostudio Koenig
 

Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)     Stand 01.04.2018

§ 1 Allgemeines

(1) Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (kurz: AGB) tragen ihre Gültigkeit für alle durch Fotostudio Koenig, Sabine Knebelkamp, Schwartzstr. 94, 46045 Oberhausen, durchgeführten Angebote und Aufträge. Für sämtliche Änderungen, Anpassungen und/oder Ergänzungen ist die Schriftform zwingend erforderlich und muss zum Zwecke der erleichterten Erkennbarkeit auch in geeigneter Form gekennzeichnet sein. Für jede Form der Zusammenarbeit erklären sich beide Geschäftsparteien damit einverstanden, dass ausschließlich die AGB des Auftragnehmers Gültigkeit besitzen. Evtl. bestehende AGB seitens des Auftraggebers werden explizit von der Anwendung ausgeschlossen.

(2) Alle durch den Auftragnehmer angefertigten Produkte, gleich welcher Art diese sind, unterliegen dem Sinn dieser AGB. Für das Zustandekommen eines rechtsgültigen Vertrags beider Parteien erkennen die Auftraggeber an, dass die vom Auftragnehmer erstellten und ausgelieferten grafischen Arbeiten sowie Bildmaterial dem Urheberrecht für Lichtbildwerke, § 2 (1) Ziffer 5 UrhG, unterliegen.

(3) Dem Auftragnehmer steht es im Zuge der künstlerischen Freiheit frei, die Art der Gestaltung und Interpretation anzufertigender Bildwerke nach eigenen, fachlichen Kriterien zu wählen. Konkrete, durch die Auftraggeber schriftlich eingereichte Weisungen werden, soweit dies für den Auftragnehmer unter rechtlichen und fachlichen Gesichtspunkten umsetzbar ist, durchgeführt. Reklamationen auf Grundlage vorab nicht schriftlich eingereichter, von beiden Vertragsparteien unterzeichneten konkreten Weisungen, sind unzulässig.

(4) Die durch den Auftragnehmer vorvertraglichen Angebote sind freibleibend und unverbindlich. Vergütungsgrundlage für die im Auftrag festgehaltenen Tätigkeiten bildet lediglich der Vertrag zwischen den Geschäftsparteien, in dem alle vereinbarten Leistungsarten sowie die Vergütung festgeschrieben werden. Der Vertrag kommt mit den Unterschriften von Auftraggebern und Auftragnehmer zu Stande.

(5) Die Buchung eines Fotoshootings ist verbindlich. Durch eine mündliche oder schriftliche Bestätigung (auch eine eindeutige Bestätigung via E-Mail/SMS/Messenger/WhatsApp ist bindend) des Auftraggebers kommt der Auftrag zustande. Der Auftrag kommt spätestens durch die Annahme der Leistung unter Geltung dieser AGB zustande.

§ 2 Nutzungs- und Urheberrecht

(1) Das ausschließliche Urheberrecht an allen im Rahmen des jeweiligen Auftrages gefertigten Fotos bleibt beim Auftragnehmer.

(2) Die Auftraggeber erhalten durch den Auftragnehmer einfache Nutzungsrecht an den durch den Auftraggeber in Auftrag gegebenen Werken. Dieses beinhaltet die private, nicht kommerzielle Nutzung. Die Weitergabe von Nutzungsrechten an Dritte sowie jede Veränderung, Weiterbearbeitung (z.B. durch Bildbearbeitung, Zuschnitt, Montage usw.) der gelieferten Fotos über private Zwecke hinaus bedarf einer schriftlichen Einverständniserklärung des Auftragnehmers. Auch die Einsendung der Fotos durch den Auftraggeber bei Fotowettbewerben bedarf der schriftlichen Zustimmung des Fotografen. Bei Veröffentlichung (z.B. auf Social Media Kanälen) ist ein Urhebervermerk („Foto: Fotostudio Koenig“ oder „Foto: www.fotostudiokoenig.de“) anzugeben. Davon kann nur abgesehen werden, wenn das Foto mit dem Logo des Auftragnehmers versehen ist.

(3) Die vereinbarten Nutzungsrechte gehen erst dann an die Auftraggeber über, wenn die vertraglich vereinbarte Summe vollständig bezahlt ist. Eine vorherige Nutzungserlaubnis kann durch den Auftragnehmer gewährt werden. Diese Erlaubnis bedarf ausdrücklich der Schriftform.

(4) Die Auslieferung der beauftragten Fotos erfolgt ausschließlich in bearbeiteter Form im Format „jpg“ (hochauflösend). Die Herausgabe von Fotomaterial in digitaler, unbearbeiteter Form (RAW) ist nicht statthaft. Eine Sicherung und damit einhergehende Vorratshaltung der digitalen Daten ist nicht Bestandteil des Auftrags. Eine Sicherung kann in betrieblich notwendiger Weise geschehen. Daraus entstehen für den Auftragnehmer keine rechtlichen und/oder privaten Pflichten gegenüber dem Auftraggeber. Die Auswahl der auszuhändigen Fotos sowie der Fotoabzüge trifft der Auftragnehmer.

(5) Die Auftraggeber erhalten spätestens 6 Wochen nach dem Hochzeitstermin die Bilder fertig bearbeitet in digitaler Form im jpg-Format. Bei allen anderen Shootings, bei denen der Kunde seine Fotos auswählt spätestens 6 Wochen nach der Bildauswahl.

(6) Die kommerzielle Nutzung der Fotos im Nachhinein durch die Auftraggeber selbst oder durch Dritte kann nur mit vorhergehender schriftlicher Einverständniserklärung des Auftragnehmers erfolgen. Eine vorgenommene, technische Veränderung des Bildmaterials verändert nicht die dafür vorgesehenen Bestimmungen aus § 2.

(7) Wird das kommerzielle Nutzungsrecht durch den Auftragnehmer eingeräumt, kann dieser Verlangen, als Urheber der Bildwerke genannt zu werden. Wird dieser Punkt in Anspruch genommen, berechtigt dies den Auftragnehmer bei einer Zuwiderhandlung zur Forderung von Schadenersatz gegenüber den Auftraggebern.

(8) Bei Personenaufnahmen oder Aufnahmen von Objekten, an denen fremde Urheberrechte, Eigentumsrechte oder sonstige Rechte Dritter bestehen, sind die Auftraggeber verpflichtet, die für die Anfertigung und Nutzung der Bilder erforderliche Zustimmung der Rechteinhaber einzuholen.

§ 3 Einräumung von Veröffentlichungsrechten für den Auftragnehmer

(1) Die Auftraggeber können bei den Leistungen auswählen, ob der Auftragnehmer ein Veröffentlichungsrecht für die im Rahmen dieses Auftrages entstanden Fotos erhält oder nicht.

(2) Gewähren die Auftraggeber das Veröffentlichungsrecht für den Auftragnehmer, so willigen diese ein, dass die gefertigten Aufnahmen in unveränderter oder veränderter Form durch den Fotograf oder durch Dritte, die mit Einverständnis des Fotografen handeln, zur Eigenwerbung, unteranderem für Veröffentlichungen auf der Internetseite des Fotografs, Ausstellungen, seinen Social Media Kanälen, im Rahmen von Wettbewerben, sowie in Printprodukten, wie Flyern, Kalender und ähnlichem verwendet, verbreitet und öffentlich weitergegeben werden dürfen. Dieses Einwilligung umfasst auch die Digitalisierung und elektronische Bearbeitung der Retusche, sowie die Verwendung der Aufnahmen für Montagen oder Collagen.

(3) Im Falle einer Veröffentlichung stellt der Kunde keine weiteren Ansprüche, auch nicht gegen Dritte.

(4) Entscheiden sich die Auftraggeber gegen die Einräumung der Veröffentlichungsrechte der Fotos an den Auftragnehmer, darf der Auftragnehmer die entstanden Fotos ausdrücklich nicht für die Veröffentlichung verwenden.

§ 4 Reportagezeit bei Hochzeiten und anderen Veranstaltungen (z.B. Taufe, Firmenfeier,..)

(1) Die angegebene Stundenanzahl (Reportagezeit) gilt immer für den kompletten Zeitraum ab Beginn der Reportage inkl. eventueller zwischenzeitlicher Leerzeiten (z.B. zwischen Trauung und Fest). Die Anfahrtszeit zum ersten Treffpunkt wird nicht als Reportagezeit gerechnet, Ortswechsel während des Auftrages zählen nicht als Anfahrtszeit.

(2) Die Auftraggeber haben grundsätzlich die Möglichkeit am Tag des Auftrages vor Ort das Paket upzugraden (z.B. aufgrund zeitlicher Verzögerungen des Tagesablaufes). Das nächst größere Paket wird dann in Rechnung gestellt. Der Auftragnehmer ist jedoch nicht verpflichtet, die angefragte Verlängerung anzunehmen.

 

§ 5 Anfahrt / Unterkunft

Die Anfahrt im Umkreis von 15 Kilometern ab dem Wohnsitz des Auftragnehmers ist in dem Gesamtpreis enthalten. Bei größeren Entfernungen (> 15 km Anfahrt ab 46045) innerhalb Deutschlands werden die zusätzlichen Kilometer mit 0,30€/km in Rechnung gestellt.

 

§ 6 Haftungsausschluss

(1) Für Schäden gleich welcher Art haftet der Auftragnehmer für sich und seine Erfüllungsgehilfen nur bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit. Dieser Ausschluss gilt nicht für die Verletzung von Leib und Leben, sowie Eingriffen in die sexuelle Selbstbestimmung. Für Schäden oder Verlust an/von Negativen oder digitalen Bilddaten haftet der Auftragnehmer nur bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit - maximal jedoch bis zum Preis der jeweils gebuchten Leistung.

(2) Sollte der Auftragnehmer auf Grund von Umständen, die er nicht zu vertreten hat (z.B. Umstände höherer Gewalt, plötzliche Krankheit, Verkehrsunfall, Umwelteinflüsse, Verkehrsstörungen etc.) nicht zu den vereinbarten Terminen erscheinen oder innerhalb der vereinbarten Zeit liefern, können die Auftraggeber keine Schadenersatzansprüche für jegliche daraus resultierenden Schäden oder Folgen geltend machen.

(3) Sollte es kurzfristig aufgrund der oben genannten Umstände höherer Gewalt zum Ausfall des Auftragnehmers kommen, wird dieser sich bemühen (soweit von den Auftraggebern gewünscht und der Shootingtermin wie z.B. bei einer Hochzeit nicht verschoben werden kann) einen Ersatzfotografen zu empfehlen, der im eigenen Namen und auf eigene Rechnung seine Leistungen erbringt. Ein Anspruch auf einen Ersatzfotografen wird hierdurch nicht begründet. Für eventuelle Mehrkosten, die durch die Buchung eines Ersatzfotografen entstehen, wird ausdrücklich nicht gehaftet.

(4) Kann die Hochzeit oder das Shooting aufgrund eines Krankheitsfalls beim Auftraggeber oder Todesfall (Familie) nicht durchgeführt werden, verzichtet der Auftragnehmer auf das vereinbarte Honorar der noch nicht erbrachten Leistungen. Der Auftragnehmer ist berechtigt, einen Nachweis der vorbenannten Umstände bezüglich Krankheit oder Todesfall zu verlangen und kann seinen Honorarverzicht hiervon abhängig machen. Bereits erbrachte Leistungen (z.B. vorgezogenes Brautpaarportraits oder Engagement–Shooting) wird den Auftraggebern vom Auftragnehmer anteilsmäßig in Rechnung gestellt.

§ 7 Zahlungsmodalitäten

(1) Nach Erhalt der Auftragserteilung durch beidseitiges unterschreiben des Vertrags, sendet der Auftragnehmer eine Rechnung in Höhe von 50% des gesamten Gesamtbetrages als Terminreservierungsgebühr bei Hochzeiten und 50% des Gesamtbetrages bei allen anderen Shootings an die Auftraggeber. Die Restbetrag ist beim Hochzeits-/Shootingtermin, jedoch spätestens 10 Tage danach in bar oder per Überweisung fällig. Der Auftraggeber erklärt sich damit einverstanden Rechnungen ggf. auch per Email zu erhalten.

(2) Die Rechnungen des Auftragnehmers sind innerhalb von 10 Tagen ab Zugang der Rechnung ohne Abzug zur Zahlung fällig. Trifft die Terminreservierungsgebühr nicht fristgerecht ein, so kommen die Auftraggeber in Verzug und der Auftragnehmer ist nicht zur Durchführung des Auftrages verpflichtet.

(3) Bis zur vollständigen Bezahlung der Rechnung bleiben Nutzungsrechte für die gelieferten Bilder, sowie die Eigentumsrechte für sonstige Waren (z.B. Fotobücher, Wandbilder etc.) beim Auftragnehmer.

(4) Rabatte jeglicher Form sind nicht übertragbar, auszahlbar oder kombinierbar.

(5) Wünscht der Auftraggeber während oder nach der Aufnahmeproduktion Änderungen, so hat er die Mehrkosten zu tragen. Der Auftragnehmer behält den Vergütungsanspruch für bereits begonnende Arbeiten.

 

§ 8 Rücktrittsrecht

(1) Die Auftraggeber haben das Recht, bis zu einem Monat vor dem Auftragstermin nach Maßgabe der folgenden Bestimmung von diesem Vertrag zurückzutreten. Maßgeblicher Zeitpunkt für die wirksame Erklärung des Rücktritts ist der Eingang einer schriftlichen Erklärung an den Auftragnehmer. Im Falle eines wirksamen Rücktritts werden vom Auftragnehmer aufgrund der zwischenzeitlichen Terminblockierung folgende Gebühren in Rechnung gestellt:

(2) Eingang der Rücktrittserklärung bei Hochzeiten und weiteren zu fotografierenden Veranstaltungen bis zu 12 Monate vor Auftragstermin: 10% des Preises der jeweils gebuchten Leistungen; bis zu 9 Monate vor Auftragstermin: 25% des Preises; bis zu 6 Monate vor Auftragstermin: 50% des Preises; bis zu 3 Monate vor Auftragstermin: 75% des Preises; bis zu 1 Monat oder kürzer vor Auftragstermin: 100% des Preises.

(3) Im Falle der wirksamen Ausübung des Rücktrittsrechtes durch die Auftraggeber, wird der Auftragnehmer unbeschadet seines Rücktrittsgebührenanspruches aus Abs. 2 von der Leistung frei.

 

§ 9 Datenschutz

(1) Zur betrieblichen Abwicklung erteilter Aufträge ist es nötig, personenbezogene Daten zu sichern. Der Auftragnehmer versichert den Auftraggebern, dass die erhobenen Daten ausschließlich für die notwendigen geschäftlichen Prozesse genutzt werden. Eine weiterreichende Verwendung der bekanntgewordenen Informationen wird ausgeschlossen. Ausnahme bildet die Notwendigkeit der Einbindung Dritter zur Auftragserfüllung.

§ 10 Schlussbestimmungen

(1) Rechtsmittel können ausschließlich auf der Grundlage geltender Gesetze der Bundesrepublik Deutschland Anwendung finden.

(2) Nebenabsprachen sind insoweit unzulässig, da sie zwingend der schriftlichen Form bedürfen, um Vertragsbestandteil zwischen den Auftraggebern und dem Auftragnehmer zu werden.

(3) Sofern sich Teile dieser AGB unwirksam bzw. lückenhaft zeigen, bleiben alle anderen Punkte dieser AGB davon ausdrücklich unberührt. An die Stellen der nicht wirksamen Klauseln treten automatisch diejenigen gesetzlichen Bestimmungen, die dem Willen beider Vertragsparteien aus ökonomischer Sicht am nächsten kommen.